Newsletter und Ausgabe Nr. 18 - Der Fotografiesommer

  

Erste Kunstausstellung

im zukünftigen

Arbeits-, Ausstellungs-

und Informationszentrum

für Gegenwartskunst

 

5. Juli bis 9. September 2007

in der Wartburgstadt Eisenach / Thüringen

Fotografie: Michal Horáček, Tamagooo

 

Ab dem 05.Juli 2007 werden für etwa acht Wochen zwei bekannte Künstler aus Prag im zukünftigen Arbeits-, Ausstellungs- und Informationszentrum für Gegenwartskunst in der Wartburgallee ausstellen.

Eine Ausstellungsbesuch in Zusammenhang mit der Fotogalerie Bohl in Eisenach ist zu empfehlen.

Lukáš Wagner, geb. 1978 in Prag.  - Skulptur

1993 – 1997    Studium an der Technischen Schule für Bildhauerkunst und Steinbearbeitung in Hořice

1997 – 2001    Studium an der Kunstakademie in Prag im Atelier von Prof. Jan Hendrych

2002 – 2004    Studium an der Kunstakademie in Prag im Atelier von Prof. Jan Koblasa

2000 – 2007    Ausstellungen in der Tschechischen Republik, in der Slowakischer Republik und in

                        Deutschland (EMPTIMIS – Berlín),

                        Gestaltung (Realisierung) Mozaika, U Lužického semináře, Prag

 
Michal Horáček, geb. 1973 in Prag - Tanz- und Aktfotografie

1993 – 1995 Schule für bildende Kunst von Vaclav Hollar (Fach Design)
1996 – 1997 Hochschule für Industrie-Kunst (Fach Design)
2003 – 2007 Westböhmen Universität Pilsen (Fach Design)
1994 – 2007 Ausstellungen von Fotografien und Designentwürfen (Tschechische Rep., Italien, Deutschland, USA)
1995 – 2007 Projekte und Realisierung für Industrie: Design von Straßenbahnwagen (Firma SKODA Transportation, Design von Schlittschuh (Firma Botas), Desig von Lenkrad für SKODA (Patent)....
1997 – 2006 Kulturprojekt: Bohemia Picta (Bildportfolio Tschechische Republik)
 

Informationen zu Projekt und Ausstellung

Peter Schäfer als Initiator des Projektes Kunstpavillion, übernahm das Gebäude nach 15 Jahren leerstand und begann es zu sanieren. Ziel für Schäfer ist es eine Arbeits-, Ausstellungs- und Informationszentrum für Gegenwartskunst in Eisenach zu schaffen.

Die ersten Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten sind nach 3 Monaten geschafft. Das Gebäude ist wieder an die Versorgungsleitungen -wie Strom, Gas, Wasser- angeschlossen.

Pünktlich zum Thüringentag (7./8. Juli 2007) ist die Außenansicht schon wesentlich verbessert worden, so daß die erste Kunstausstellung nun stattfinden kann.

Umgesetzt wird das Konzept durch Eigenleistung und (noch zu mobilisierende) Fördermittel. Ein wesentlicher Teil zur Sanierung der Anlage wird jedoch durch Sponsoren geleistet. Dazu haben bereits im Vorfeld mehrere Firmen aus Eisenach und Umgebung ihre Unterstützung zugesagt.

Adresse: 99817 Eisenach, Wartburgallee 47, ehemaliger AWE-Pavillon

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag - 11:00 bis 17:00 Uhr

Peter Schäfer   Tel. 0173 420 790 8    - Webseite des Initiators und Metallkünstler

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Sonderausstellung

 

Fotografie und Malerei


zum Elisabethjahr mit Buchpremiere.

 

 

 

„Elisabeth“

- Leben wider die Norm

- eine Bilderreise

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie von Ulrich Kneise und

Malerei von Julia Kneise, Kunsthochschule Kassel

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotogalerie im Hause Bohl, Eisenach in Thüringen

Das Buch:

Elisabeth - Leben und Legende einer europäischen Heiligen - Eine Bilderreise

Verlag Schnell + Steiner, Ausgabe Deutsch und Englisch, ISBN-978-3-7954-1995-0

Ausstellungsdauer:

 

15. Juli 2007 bis 3. Oktober 2007

 

 

Die heilige Elisabeth von Thüringen, die Bettlern ihre Kleider schenkte, Armen die Füße wusch, Brot in die Hütten der Hungernden brachte und Rosen in ihren Korb „hineinwunderte“, tritt uns in den Darstellungen als eine der lieblichsten Gestalten des Mittelalters entgegen. War sie das wirklich? 

Buch und Ausstellung   laden  ein, dieser außergewöhnlichen Frau des 13. Jahrhunderts – Königstochter, Landgräfin und Heilige – in Deutschland, Ungarn, Italien und der Slowakei zu begegnen. Die Fotografien Ulrich Kneises  rufen Orte ihres Lebens wach, verfolgen die Wege ihres Ehemanns Ludwig IV., den man den „Heiligen“ nannte, führen zur Wiege ihres franziskanischen Ideals, stellen erhaltene Zeugen einer fernen Vergangenheit vor, erzählen von Legenden, lenken den Blick auf Kunstwerke frommer Verehrung.

Julia Kneise, Jahrgang 1985, studiert Malerei an der Kunsthochschule Kassel.Im gleichen Alter wie Elisabeth zur Zeit ihres bedeutendsten Wirkens zu sein, war für sie malerische Herausforderung. Eigens für die Ausstellung schuf sie einen  großformatigen Zyklus aus Malereien , der von Handzeichnungen zum Thema begleitet wird.

Die Texte von Jutta Krauß (Wartburgstiftung) ermutigen ebenso zur Annäherung, wie die Bilder der Ausstellung: Was als Legende erscheint, vermag uns Heutige als tätiges gelebtes Leben befremden. In franziskanisch geprägter Demut wählte Elisabeth einen Weg wider die Normen ihrer Zeit. Sie setzte Zeichen der Menschlichkeit – universell verständlich bis auf den heutigen Tag.

Eine Ausstellungsbesuch in Zusammenhang mit der Kunstpavillion in Eisenach ist zu empfehlen.

 

© Fotogalerie im Hause Bohl, Eisenach

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Jugend-Fotografieworkshop Provence

Fotografieren lernen mit Spaß und Freude in der Gemeinsamkeit, Freizeit, Baden, Sonnenblumen und das Fotografiefestival.

Die Provence als dominierende Landschaft in Südfrankreich ist seit langer Zeit ein Ort kreativer Atmosphäre. Diese Landschaft hat schon Vincent van Gogh und Paul Cezanne intensiv inspiriert und zu künstlerischer Höchstleistung verführt. Ein Grund mehr ist das perfekte Licht und die Atmosphäre zwischen den Menschen in der Provence, was optimale Voraussetzungen für die kreative Arbeit bietet.

28. Juli - 11.  August 2007

mehr Info unter  Fotoworkshop Provence Jugend

Anmeldung unter:  Reise Möller

Die Fotoworkshop  findet statt.

Der Fotoworkshop findet in der Nähe von Avignon in Frankreich statt.

 

 

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Aktuelle Hinweise auf wichtige Artikel zur Fotografie im Internet

BR Online (Montag, den 23. Juli 2007)
Das ABC der Fotografie
Spiegel (Donnerstag, den 19. Juli )
Digitalkameras: Das Ende des Megapixel-Mythos

Fotoforum Kassel - 16. Juli 2007

Fotografie auf der Documenta 12

Stern (Freitag, den 13. Juli 2007)
Scheibes Kolumne: Die Foto-Konversation
TV Spielfilm (Donnerstag, den 12. Juli 2007 )
KinoFilm: Henri Cartier-Bresson – Biographie eines Blicks | Doku | CH | 2003
DeutschlandRadio (Montag, den 25. Juni 2007 )
Fachwerkhäuser und Wassertürme - Zum Tod des Fotokünstler Bernd Becher
Die Welt (Montag, den 25. Juni 2007 )
Bernd Becher - ein Leben für die Fotografie
Die Zeit (Donnerstag, den 14. Juni 2007 )
Fotografie: Hinter der Zeitmauer
MP3-world.net (Sonntag, den 17. Juni 2007 )
Tutorial: Schrittweise zum perfekten HDR-Foto
Gourmet Report (Dienstag, den 12. Juni 2007)
Fast Food Fotografie
TLZ (Freitag, den 08. Juni 2007 )
Fotografie: Die Lumières und ihre Kartoffelstärke
Die Welt (Mittwoch, den 06. Juni 2007 )
Analogfotografie und Filme wollen nicht sterben
MP3-world.net (Mittwoch, den 06. Juni 2007 )
Fototipp: HDR-Fotografie kostenlos
FAZ.NET (Dienstag, den 05. Juni 2007)
100 Jahre Autochromes: Die 140 Megapixel der Brüder Lumière

Handelsblatt (Montag, den 04. Juni 2007 )

Kunst mit dem Mobiltelefon

Aachener Zeitung (Montag, den 04. Juni 2007 )

Bilder mit farbiger Kartoffelstärke - 100 Jahre Farbfotografie

Golem.de (Montag, den 21. Mai 2007 )

YouTube für Designer und Fotografen: Talentsuche im Internet

        

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Fotoworkshop historische Architektur

im romantischen Naumburg

 

Der Fotoworkshop Historische Architektur Naumburg ist eine Zeitreise besonderer Art in die Vergangenheit. In Naumburg sind alle klassischen historischen Architekturstile  reichhaltig vorhanden. Der Architekturfotografieworkshop beinhaltet die praxisorientierte Erklärung von Konzeption, Kameratechnik und Gestaltung von Architekturfotografien.

 

28. - 29. September 2007, Informationen zum

Fotoworkshop Architekturfotografie - Naumburg

Der Kurs findet statt. Wenige Anmeldungen sind noch möglich ! Anmeldung unter: Reise Möller

 

 
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Fotografieausstellung

Licht Bild Skulptur –

Skulpturen von Bernhard Heiliger

im Blick der Fotografen

 

 

 

 

Kunsthalle Erfurt im Haus zum Roten Ochsen

in Thüringen

26. Juli. – 09. September  2007

Fotografie: Edmund Kesting: Porträtbüste Ernst Reuter von Bernhard Heiliger (1957, Zement, H. 47 cm), Silbergelatine-Print, Archiv der Bernhard-Heiliger-Stiftung, Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2007

    

Bernhard Heiliger (1915–1995) gehört neben Hans Uhlmann und Karl Hartung zu den bedeutendsten westdeutschen Bildhauern der Nachkriegszeit. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen und im öffentlichen Raum der Bundesrepublik präsent. Häufig wird übersehen, welch’ bedeutenden Anteil die Fotografen an der öffentlichen Wirkung von Bildhauerei haben – zumal Abbildungen in Kunstzeitschriften, Katalogen und Büchern weitaus häufiger rezipiert werden als die Originale selbst und auf diese Weise unsere Vorstellung und Bewertung, das ‚Image’ von den Werken, maßgeblich prägen. Die Wahl des Blickwinkels, die Lichtführung und ihre Intensität, die Verwendung bestimmter Objektive und Fotopapiere können unseren Eindruck von den dreidimensionalen Kunstwerken komplett verändern. Oberflächen, Silhouetten, die durch Schattenbildungen assoziierbaren Volumina, kompositorische Richtungsverläufe etc. werden in ihrer Wirkung gemildert oder verstärkt. So gehört das Abbilden von Skulpturen zu den schwierigsten Aufgaben, denen sich Fotografen je unterzogen haben. Die Dokumentation des sichtbaren Bestandes geht unmittelbar in seine fotografisch-künstlerische Inszenierung über. Es entsteht gleichsam eine doppelte Autorenschaft an der Sichtbarkeit der Werke. Die von Janos Frecot zusammengestellte Ausstellung zeigt, wie kongenial zeitgenössische Fotografen, darunter Edmund Kesting, Max Jacoby, Stefan Moses und Reinhard Friedrich, die Skulpturen Bernhard Heiligers interpretiert haben.

Bernhard Heiliger im Blick der Fotografen‹
Edmund Kesting , Werner Eckelt , Max Jacoby , Reinhard Friedrich , Peter Oszvald , Ewald Gnilka , Herbert Tobias, Joachim Wieczorek, Stefan Moses

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, den 26. Juli, 19.30 Uhr, Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

© Kunsthalle Erfurt

 

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Fotoworkshop Herbst im Nationalpark Hainich

Der Nationalpark Hainich, der Veranstaltungsort des Fotoworkshops,  ist bekannt durch seine ausgedehnten Buchenwälder und seine zahlreichen Baumruinen und Totholz, die dem Nationalpark Urwaldcharakter geben. Im Nationalpark hat sich selten gewordene Fauna und Flora erhalten, so unter anderem die  Wildkatze.      

20. Oktober 2007 - Information zur  Fotografische Herbstwanderung im Nationalpark Hainich

Anmeldung unter: VHS Eisenach

Wir bitten um frühzeitige Anmeldung!

 

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Fotografieausstellung

Rathausgalerie Etage 2 

Klaus Höfer

Fotografie - Fotografik - Computergrafik

 

 

 

Erfurt in Thüringen

3.Juli bis 5. August 2007

 

Fotografie: Klaus Höfer, Scherenschnitt

Der 1952 in Sosa/Erzgebirge geborene und 1984 in Weimar auf dem Gebiet der Informationsverarbeitung im Bauwesen zum Dr. ing. promovierte Klaus Höfer sammelte erste Erfahrungen im Bereich der Computergrafik in den 80er Jahren. Seit seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar stand fest, dass er diese Computer und Programmierungen auch für künstlerische Bereiche einsetzen wollte. Er begann mit dem Erstellen von Vektorgrafiken. 1981/82 veröffentlichte er eine Mappe zum Thema "Computergrafik". Computergrafik und Fotografie begleiten seit dem Klaus Höfer ständig. Waren es anfangs einfache, linienorientierte Grafiken, so sind es heute künstlerisch gestaltete und abstrakte Grafiken, in denen er Strukturen, Details und Farben immer wieder verfremdet. Klaus Höfer nutzt unterschiedliche Algorithmen, die auf Papiere gebrannt werden. Dazu gesellt sich seit einigen Jahren die Beschäftigung mit der Digitalfotografie, wo er die Möglichkeit hat, direkt am Bildschirm auf das Resultat einwirken zu können. Grafische Softwaresysteme und deren Teilfunktionen werden von ihm in Analogie zu den Werkzeugen der traditionellen Mittel der Malerei und Grafik zielgerichtet genutzt. Ausgangspunkte für seine Arbeit liegen in der realen Umwelt. Strukturen, Lichteinflüsse, Farben oder Texturen sprechen ihn an. Das können sein: knorrige Bäume, Blüten oder Ornamente und auch die vom Menschen gestaltete Umwelt. Es gibt aber auch viele Dinge, die erst beim zweiten Hinsehen lebendig werden.

Bildbearbeitung am Computer ist heute prinzipiell jedermann möglich. Wichtig ist, daß die überraschenden Resultate durch gezielte Umwandlung spannungsreich, interessant und künstlerisch anspruchsvoll werden.

Die Ausstellung in der Galerie Etage 2 des Erfurter Rathauses zeigt, dass es für Klaus Höfer wichtig ist, die Gesetzmäßigkeiten der Gestaltung zu entdecken, diese in ein Programm zu überführen und damit auf diesem ungewöhnlichen Wege komplex komponierte Grafiken zu erschaffen.

Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, dem 3.Juli 2007, um 17 Uhr sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

© Die Stadt Erfurt - Kontakt zu Klaus Höfer

 

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infern *

architektur

handlung

cafe togo


 

Fotografieausstellung von Sabine Sinner vom 30.06.07 bis 27.07.07

Die 1974 geborene Berliner Fotografin Sabine Sinner beschäftigt sich in ihrer Fotografie mit der Ästhetik und Erscheinung ganz alltäglicher Momente, die für gewöhnlich übersehen werden.
So auch in den beiden bei INFERN, Erfurt, gezeigten Serien ‚Blümchen’ und Flecken’.
Die Serie ‚Blümchen’ besteht aus großformatigen Farbfotografien von Schnittblumen, die unmittelbar vor dem endgültigen Exitus, dem Vertrocknen stehen – die Serie ‚Flecken’ zeigt Nahaufnahmen von ‚Flecken’, in denen diese eigentlichen ‚Missgeschicke’ einen fast malerischen Charakter besitzen.

 
Vernissage Freitag, den 29.06.07 um 20.00 Uhr
Ausstellung vom 30. Juni bis 27.Juli 2007  - Öffnungszeiten: Mo- Fr 11.00- 17.00uhr

 
© galerie infern*, neuwerkstraße 29 (haus weinreiter), 99084 erfurt
 
 
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Fotoworkshop Landschaftsfotografie

Durch Schluchten und Urwald

zur Wartburg

 

Die unmittelbare Landschaft Südlich von Eisenach ist gekennzeichnet durch enge Schluchten, märchenhaft geformte Felsen, viele alte Baumriesen und als Hauptattraktion die Höhenburg  Wartburg.  Diese romantische Landschaft ist  in Kombination  sehr reizvoll zu fotografieren.

 

Termin: 14. Oktober 2008 Info zum: Fotoworkshop Landschaftsfotografie: Durch Schluchten und Urwald zur Wartburg   Anmeldung bei Reise Möller

 

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Fotografieausstellung

„Nackte Musen. Weibliche Aktmodelle um 1900“

Stereofotografien

des Weimarer Kunstmalers

Heinrich Plühr (1859 - 1953)

 

 

 

 

9. Juni - 9. September 2007

Stadtmuseum Weimar in Thüringen

 

Ein Teil des Nachlasses des Kunstmalers Heinrich Plühr, der ab 1883 als Schüler von Max Thedy an der Weimarer Kunstschule studierte, gelangte vor Jahren durch eine großzügige Schenkung in den Besitz der Stadt Weimar. Ein Ergebnis der Aufarbeitung und Erschließung dieses wertvollen Bestandes ist die Sonderausstellung „Nackte Musen. Weibliche Aktmodelle um 1900.“ (Kurator: Dr. Alf Rößner, Leiter des Stadtmuseums; Gestaltung: Jürgen Postel, Weimar)

Schon vor der Eröffnung der Ausstellung „Nackte Musen“ im Weimarer Stadtmuseum gibt es Aufregung, allein des Ausstellungsplakates wegen: Eine junge Schöne, klassischer Kontrapost, das Pendant zu Michelangelos David. Angelehnt an der nackten Wand in Heinrich Plührs Atelier. Und dadurch regt sie auf? Das Modell ist nackt. Aber das ist der David auch. Und sie gefällt doch. Der David auch …

Im Stadtmuseum wird der Besucher neuerdings häufig überrascht. Im letzten Jahr hing die Verwandtschaft so manchen Weimarers in der Ausstellung „Weimarer Bürger im Porträt“ an der Wand. Kürzlich waren es britische Pilzköpfe - die vielleicht schon mal über Weimar hinweggeflogen sind.

Und es bleibt aufregend. Denn die neuen Protagonistinnen lassen die Hüllen fallen. Emanzipation, Voyeurismus, Pornografie? „Eine außergewöhnliche Ausstellung, mit wertvollen Kunstwerken“, meint Alf Rößner, der Kurator. Ein Höhepunkt! Denn es sind wieder Weimarer Bürgerinnen, die sich zeigen. Splitternackt! Emanzipation also.

Der Künstler Heinrich Plühr - schon im letzten Jahr mit seinen Porträts im Stadtmuseum vertreten - zeigt eine völlig unbekannte Seite von sich. Er war gelernter Fotograf und das ist unübersehbar. Drei Monate werden, beginnend am 9. Juni, Stereoskopien, darunter Anaglyphen (rot-und cyan-gefärbte Bilder, die dreidimensional erscheinen) und Fotoabzüge, einige Porträts und eine Landschaft in Öl gezeigt. Die Dauer der Ausstellung sollte nicht dazu ermutigen, den Besuch aufzuschieben. Wer mitreden will, muss rein. So schnell wie möglich.

Alf Rößner hat diesen Schatz von 500 Glasplatten geborgen und in eineinhalb Jahren die Ausstellung vorbereitet. Das Ergebnis: 150 Stereoskopien, vergrößert auf Fotopapier, gescannt als Anaglyphen und Stereoskopien auf Glas.

Den Besucher erwartet so manche Überraschung: zum Beispiel Anaglyphenbilder auf dem Computerbildschirm in Dauerschleifen oder ein großer schwarzbemalter Holzkasten mit kleinen Lochpaaren - zum Durchsehen. Und sofort steckt der Kopf in einer anderen Welt: in einer Szenerie, die einer Bühnenkulisse gleicht - der Raum und die Figur darin: allerlei Staffage oder nichts. Im Mittelpunkt steht das Modell. Reizvolle Schatten und Silhouetten. Schlanke Figuren neben runden Rubensdamen. Große Busen und kleinere. Dicke Hintern und Apfelpopos. „Heini“, wie Emma Plühr, Heinrichs erste Frau, ihren Ehemann liebvoll nannte, hatte seine Vorlieben. Die Konstruktion, die den kleinen Stereoskopieapparat kopiert, schreit scheinbar nach Voyeurismus. Aber keine Angst: Es verbergen sich hier keine Situationen, bei denen Sie stören könnten. Nichts ist pornografisch – sagt übrigens auch der Jugendschutz.

Für Plühr waren diese Stereoskopien Vorlagen für seine Gemälde: sog. Akademien-Aktstudien des nackten menschlichen Körpers. Fotografien sparten Zeit, waren kostengünstiger, bequemer und das Beste daran – naturgetreu und haltbar. Die Stereoskopie behielt sich da noch ein Schmankerl für den eifrigen Kunstschaffenden vor, denn doppelt aufgenommen wirkt das Modell auf der Fotografie plastischer – keineswegs lebendiger. Eingefrorene Körper, in steifer Pose erstarrt! Zeitlos.

Mit der Emanzipation nackter Frauenkörper in der Fotografie hat Plühr dennoch nichts zu tun. Er verschloss die Stereoskopien in seinem Atelier. Keine Ausstellungen, keine Abdrucke, keine Vervielfältigungen, keine kleinen Pikanterien im Handtaschenformat. Alf Rößner hat nichts gefunden. So bleiben Plührs Stereoskopien Studien zu seinen Bildern. Dabei experimentiert er: mit Kontrasten, Überblendungen, High-Key- und Low-Key-Aufnahmen, setzt Spiegel ein und fotografiert sich dabei selbst. Eine der Aufnahmen passt nicht so richtig zu seinen übrigen Bildern. Das Modell wirkt vertrauter. Lächelt sogar: Es ist Plührs zweite Frau Katharina. Aus welchen Milieus mögen die anderen Modelle stammen? Wer weiß? Plühr verrät es jedenfalls nicht. Anzunehmen, es sei die übliche Klientel, ist zu gewagt: professionelle Modelle, Varieté-Tänzerinnen, Prostituierte? Weimar hatte kein Varieté, dafür Bordelle en masse.

Entscheiden Sie selbst, was Ihnen gefällt. Die Aktfotografie von erotischer Fotografie zu unterscheiden unterliegt der subjektiven Einschätzung jedes Betrachters: Ästhetik, Provokation oder Kitsch? Die Grenzen zur Pornografie sind zwar fließend, doch liegen sie hier weit entfernt.

Entscheiden Sie selbst, ob Kunst oder Kitsch oder Erotik und Ästhetik. Vielleicht steckt in diesen Fotos auch von allem etwas.

Der bibliographisch gestaltete Katalog zum Preis von ca. 30 Euro ist im Stadtmuseum erhältlich. Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung „Nackte Musen. Weibliche Aktmodelle um 1900. Stereofotografien des Weimarer Kunstmalers Heinrich Plühr.“ mit Herrn Dr. Alf Rößner, Leiter des Stadtmuseums:

Samstag, 9. Juni 2007, 10 Uhr

Mittwoch, 13. Juni 2007, 17 Uhr

Sonntag, 8. Juli 2007, 15 Uhr

Mittwoch, 1. August 2007, 16 Uhr

Mittwoch, 22. August 2007, 16 Uhr.

 

© Die Stadt Weimar - Das Stadtmuseum Weimar

 

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Fotoworkshop historisches Creuzburg

 

Die historische Stadt Creuzburg mit der mittelalterlichen Burg brilliert mit vielen romantischen Fotografiemotive die nicht touristisch überlaufen sind. Diese macht diesen Ort ideal für einen Fotoworkshop.


 

Der Fotoworkshop bietet eine Verbindung zwischen Landschaftsfotografie und Architekturfotografie an den Motiven des Naturparks Hainich-Werra-Eichsfeld. Anschaulich wird das Wissen  zur Gestaltung und Technik der Fotografie in diesem Fotografieworkshop vermittelt.

 

6. Oktober 2007, Information zum:

Fotoworkshop - Das historische Creuzburg in der Kulturlandschaft

 

Anmeldung in der VHS Wartburgkreis

 

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FOTOTHEK

Fachgeschäft

für vergessene Privatfotografien

 

 

Karl-Liebknecht-Straße 10, 99423 Weimar

in Thüringen

 
 
        

 

 

 

Die FOTOTHEK ist eine Plattform für eine ergessene, private Bilderwelt. Auf Flohmärkten, im Sperrmüll oder bei Ebay gefunden, werden hier visuelle Hinterlassenschaften in Form von Fotografien, Dias und Fotoalben archiviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
 
Aus verschiedensten Gründen sind diese Bilder aus der Privatsphäre eines Lebens herausgefallen. Als anonymer Betrachter steht man vor dem intimen Material, das einem für gewöhnlich nur im familiären Rahmen begegnet. Das Schicksal dieser Fotografien und die von ihnen ausgehende Präsenz des Privaten übt eine Faszination aus, die den Ausgang für eine eingehende Beschäftigung mit dem analogen Bildmaterial bildet. Gerade die Anonymität dieser Fotos eröffnet eine Vielzahl von neuen Lesarten und lässt neue Umgangsweisen mit den Bildern zu.

Dieser vermeintliche „Bilderabfall“ ist das Arbeitsmaterial der FOTOTHEK. Es geht dabei gezielt, um eine künstlerische Auseinandersetzung, die verschiedenste Angebote schafft, um der privaten Bilderwelt zu begegnen. Den Aktionsraum hierfür bietet das Ladengeschäft der FOTOTHEK.

Die FOTOTHEK lädt zum Durchstöbern der umfangreichen Sammlung oder das Besichtigen der temporären Präsentationen im Schauraum ein. Neben dem künstlerischen Archiv wird mit weiteren Angeboten und Aktionen eine direkte Auseinandersetzung mit dem vergessenen Bildmaterial angeregt. So können u.a. Bildpatenschaften abgeschlossen, analoge Bildnachrichten versandt, Bilder ausgeliehen oder Leererinnerungen erworben werden.

Die FOTOTHEK ist nicht kommerziell, sondern nutzt die öffentliche Präsentation und Arbeitsweise bewusst zur Interaktion. Im Sinne eines “Bilderrecyclings” wird das Material aufgearbeitet, archiviert und wieder verwendet, um das noch mögliche Potenzial auszuloten.

Die FOTOTHEK hinterfragt die unmittelbare ästhetische Dimension der Bilder und beschäftigt sich darüber hinaus mit unserer Bildkultur an der Schnittstelle von öffentlichen und privaten Raum. 

Das Ladenprojekt wurde im Juni 2006 von Anke Heelemann im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar ins Leben gerufen. Nach der Winterpause wird das Projekt seit Mai 2007 fortgeführt.

© FOTOTHEK, Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien

 

Öffnungszeiten: Mi–Fr 13 –19 Uhr,

Sa 12–16 Uhr und nach Vereinbarung

     www.vergessene-fotos.de

 

Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe in der

FOTOTHEK

dem Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien


Bilder von der Straße und andere Projekte


Donnerstag, der 28. Juni 2007 um  20 Uhr

Joachim Schmid: Photogenetic Draft #32 (1991)

Vortrag von Joachim Schmid (Berlin)


Am Donnerstag, den 28.06.2007, um 20 Uhr wird der Berliner Künstler Joachim Schmid im Rahmen der Veranstaltungsreihe in der FOTOTHEK zu Gast sein. Schmid (*1955) ist als Theoretiker der Fotografie mit der Ersten allgemeinen Altfotosammlung, den gefundenen Bildern von der Straße und der Ausstellung Knipsen, private Fotografie in Deutschland bekannt geworden. In seinen Arbeiten verarbeitet er gefundene Fotografien, aber auch Material aus öffentlichen Bildquellen.

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Fotografische Entdeckungstour in

 

wildromantischer Natur und Schloss Burgk

Ein herbstlicher Fotografieworkshop

im "Thüringer Meer"

Das herrschaftliche Schloss Burgk, hoch über den Saaleschleifen gelegen, ist umschlossen von einer wildromantischen Landschaft mit Felsen, urigen Bäumen, urwaldartiger Natur und wunderschönen Wasserspiegelungen. Die mittelalterliche
Burganlage liegt als Solitär in der Landschaft der oberen Saale im „Thüringer Meer", dem größten Stausee Deutschlands.

 

Termin: 27. Oktober 2007 Info: Fotografische Entdeckungstour in wildromantischer Natur und Schloss Burgk Anmeldung: VHS Rudolstadt

 

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Fotografieausstellung

Berge im Focus

Aufstieg mit Kamera und Stativ

 

 

 

© Museum für Angewandte Kunst Gera in Thüringen

12. Juni  2007 bis 16. September 2007

Fotografie: Ernst Baumann (1906–1985), Sprühendes Eis, Um 1935, Alle Rechte bei Foto Baumann – Schicht Bad Reichenhall

 

Für alle, die die Berge lieben, aber auch für alle Freunde guter Fotografie bietet das Museum für Angewandte Kunst Gera vom 12.Juni 2007 bis 16.September 2007 eine einmalige Ausstellung zu eineinhalb Jahrhunderten Fotografiegeschichte in den Bergen.

Etwa 210 Fotografien von 24 Fotografen vermitteln visuelle Eindrücke, die beispielgebend für ihre Zeit in Fotoqualität, Gestaltung und Aussagekraft sind – Schönheit, Idylle, Verletzlichkeit und Dramatik widerspiegeln.

Als etwa 1861 die Brüder Bisson mit den ersten Aufnahmen des Mont Blanc von sich reden machten, wurde eine magische Grenze überschritten, die mit ihren Mythen und Realitäten die Phantasie der Menschen beflügelt hatte. Die junge Fotografie hielt ihren Einzug ins Gebirge, zunächst aus dokumentarisch-wissenschaftlichen Gründen, aber bald auch unter bildkünstlerischen Aspekten.

Forscherdrang und Experimentierfreudigkeit, Leidenschaft, Enthusiasmus, Ausdauer und Mut waren und sind auch heute noch wichtige Voraussetzungen neben der Fähigkeit aussagestarke Bildkompositionen unter ständig wechselnden Naturgegebenheiten.

Mit Entwicklung der Technik begann die Erschließung der Gebirge, - Eisenbahnen, Hotels, Straßen und Schutzhütten. Der Weg von wissenschaftlichen Erkundungen zum sportlichen Alpinismus war nicht weit. Die Fotografen stellten sich auf die sich veränderten Bedingungen ein, belieferten Reisende mit Erinnerungen, dokumentierten Veränderungen und suchten in der Fotografie ihre individuellen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten.

In der Ausstellung des Museum für Angewandte Kunst Gera sind so bedeutende Fotografen vertreten wie Hermann Krone (1827–1916), der systematisch das für den Bergsport so wichtige Impulse gebende Elbsandsteingebirge fotografisch erschloss, aktiv im Sächsischen Gebirgsverein wirkte und 1852 die Photografische Porträt- und Lehranstalt in Dresden gründete, oder Adolphe Braun (1812–1877), eigentlich Stoffdesigner, der zu den wichtigsten frühen Verlegern von Landschaftsfotografien wurde.

 

Poetische und stimmungsvolle Naturaufnahmen verschiedener Zeitepochen lassen ahnen, warum die Berge jährlich tausende Touristen anziehen. Die Gebrüder Wehrli sorgten durch ihren Geschäftsinn als hervorragende Fotografen und Alpinisten zur Verbreitung der Fotografie. Ihre Aufnahmen bestechen durch Kontrast, Schärfe und Genauigkeit. Albert Steiner (1877–1965), Schweizer wie die Brüder Wehrli und ein wichtiger Vertreter zwischen Piktorialismus und neuer Sachlichkeit erlangte fast als einziger internationale Anerkennung. Er wurde besonders von dem großen Landschaftsfotografen Ansel Adams (1902–1984) geschätzt, dessen beeindruckende Aufnahmen u.a. aus dem alpingeschichtlich bedeutsamen Nationalpark Yosemity stammen.

Bernd Ritschel (geb. 1963), Bergsteiger und Fotograf zeigt seine schönsten Aufnahmen unter dem Motto „Berge im Licht“.

Nicht nur Foto-, sondern auch Alpingeschichte schrieb Vittorio Sella (1859–1943), dessen Name nichts mit dem gleichnamigen Gebirgsstock zu tun hat, jedoch mit einer der bekanntesten italienischen Industriellenfamilien. Er war hervorragender Bergsteiger mit anspruchsvollen Winterbegehungen. Expeditionen führten ihn nach Sikkim sowie Alaska, in den Kaukasus und den Karakorum. 1909 folgte Sella einer Einladung des Prinzen Luigi A. Savoia, dem Herzog der Abruzzen, zum K2. Sie erreichten an der Chogolisa eine Höhe von beachtlichen 7.500 m und entdeckten den möglichen Aufstiegsweg auf den K2 über den „Abruzzensporn“. Es entstand auch der erste Expeditionsfilm, der neben seinen Fotografien in der Ausstellung zu sehen sein wird.

Alpingeschichte dokumentiert auch Hein Zak (geb. 1958) mit seinen einzigartigen Aufnahmen international bekannter Spitzenkletterer in Action.

Der Betrachter erlebt aber auch die Widersprüchlichkeit der Begeisterung für das Gebirge. Fotografien geben Einblick in das Entstehen des Tourismus von der Bildungsreise weniger bis zum Massenphänomen heute oder dokumentieren das harte entbehrungsreiche Leben der Bergbevölkerung.

Mit kritischen bzw. kritisch-satirischen Aufnahmen vermittelt der Fotograf Ulrich Wiesmeier Denkanstöße für den Umgang mit der Natur in unserem gegenwärtigen Leben.

Viele der in der Ausstellung vertretenen Fotografen sind bisher in Deutschland gar nicht oder wenig ausgestellt worden, wie z.B. Fritz Benesch (1868–1949), - der die erste Schwierigkeitsbewertung beim Klettern einführte und viele Bücher veröffentlichte – dessen fotografisches Werk aber bislang nicht aufgearbeitet wurde – oder Ernst Baumann aus Bad Reichenhall, der von 1932 bis 1940 Standfotograf bei dem bekannten Bergfilmer Luis Trenker war.

 

 

Die Ausstellung ist eine einmalige Gelegenheit die Vielfalt in der Bergfotografie von den Anfängen bis zur Gegenwart im Kontext zur künstlerisch ästhetischen Entwicklung der Fotografie als ein Medium der Kunst zu erleben.

Es erscheint eine Publikation mit repräsentativen Abbildungen aus allen Themenbereichen der Ausstellung und einem vorzüglichen Essay des renommierten Kunsthistorikers Professor Klaus Honnef. Er plädiert aufgrund der besonderen dokumentarischen, journalistischen, sportlichen und ästhetischen  Eigenschaften für eine längst überfällige Anerkennung der Bergfotografie als eigenständiges fotografisches Genre.

 

Die Ausstellung konnte nur durch die unkomplizierte Unterstützung der zahlreichen renommierten Museen und Institutionen gelingen und mit der großzügigen materiellen Förderung durch die Stadt Gera, die Electrabel Deutschland AG und der Köstritzer Schwarzbierbrauerei.

                   

 

© Museum für Angewandte Kunst Gera, Greizer Str. 37, 07545 Gera, Tel.: 0365 / 838 1430

 

Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di 13 bis 20 Uhr, Mi, Do und Fr 10 bis 17 Uhr; Sa, So, Feiertag 11 bis 18 Uhr

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Fotoworkshop Architekturfotografie im Franziskanerkloster in Saalfeld

 

Diese fotografische Entdeckungstour durch eine faszinierende  Architektur weiht den Kursteilnehmer in die Geheimnisse der Architekturfotografie ein.

Das Motiv des  Fotografieworkshops ist die mittelalterliche "Romantik" des Franziskanerklosters in Saalfeld. Ziel ist darüber hinaus eine öffentliche Fotografieausstellung mit den schönsten Fotografien der Kursteilnehmer im Kloster selbst.

Die Volkshochschule Saalfeld-Rudolstadt hat das 800-jährige Stadtrecht Saalfelds,  der "Steinernen Chronik Thüringens", zum Anlass genommen, in Kooperation mit der PHOTOSCHULE HORN, einen Architekturfotografieworkshop anzubieten.

 

Beginn: November 2007

Information: Fotoworkshop Architekturfotografie

im Franziskanerkloster Saalfeld und Ausstellung

Anmeldung bei:  VHS Rudolstadt

 

 
 

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Technische Sammlungen der Stadt Dresden

Heinrich Ernemann.

Fotoindustrie und Bilderwelten

Neue Dauerausstellung ab 14. Juni 2007, Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 13. Juni 2007, 19 Uhr

Dresden in Sachsen

 

       

Die Technischen Sammlungen blicken auf die Geschichte ihres Hauses zurück. Ab dem 14. Juni wird eine Ausstellung gezeigt, die erstmals einen Einblick in die restaurierten Direktionsräume im Erdgeschoss des Turmbaus gestattet. Von hier aus leitete Heinrich Ernemann sein Unternehmen, das zu den Grundpfeilern der einst bedeutenden Dresdner Foto- und Kinoindustrie gehörte. In dieser historischen Umgebung werden wichtige Etappen der Firmengeschichte, die Biografie ihres Gründers und Meilensteine der Foto- und Kinotechnik vorgestellt.

Das Unternehmen, 1889 als kleine Kameratischlerei gegründet, konnte sich rasch als eine der erfolgreichsten Firmen der feinmechanisch-optischen Industrie Europas etablieren. Vom wirtschaftlichen Erfolg zeugen unter anderem die beiden erhaltenen Fabrikationsgebäude an der Schandauer Strasse. Der Neubau, zwischen 1913 und 1925 nach Entwürfen der Architekten Richard Müller und Emil Högg realisiert, beherbergt seit 1993 die Technischen Sammlungen. Mit der Präsentation wird der Ausbau einer neuen,

technik- und medienhistorisch orientierten Dauerausstellung weiter fortgesetzt.

Gezeigt werden Fotoapparate, frühe Filmkameras und -projektoren, Dokumente und Produktwerbung. Doch richtet sich der Blick nicht nur auf die Geräte, sondern auch auf die Bilder, die mit ihnen gemacht wurden – auf die Blicke der Menschen also, die durch sie in die Welt schauten, um sie zu dokumentieren und zu deuten. Hierzu gehörten etwa Amateure wie die Missionarin Amy Albrecht, der Dokumentarfilmer Hans Schomburgk, der Theaterfotograf Hans Böhm oder der Künstler Marcel Duchamp.

Interessierte sind auch zur Teilnahme an einer Tagung eingeladen, die am 30. Juni 2007 in den Technischen Sammlungen stattfinden wird: "Bilder | Maschinen. Foto- und Kinogeräte der Firma Heinrich Ernemann in Dresden". Sieben renommierte Referenten sprechen über Kameratechnik und Wirtschaftsentwicklung, Fotografie- und Filmgeschichte, Werbung und Wissenstransfer bei Ernemann und der international bedeutenden Dresdner Fotoindustrie um 1900. Veranstaltungen:

    

Museumskino „ERNEMANN VII B“29. Juni 2007, 19 Uhr

Ein Filmabend, Heinrich Ernemann gewidmet, präsentiert von Ernst Hirsch In Kooperation mit dem Archiv Hirsch-Film Freitag

 

Bilder | Maschinen. Fotografie und Film mit Geräten der Firma Heinrich Ernemann

Tagung am 30. Juni 2007

Im Zentrum der Veranstaltung stehen Produkte und Entwicklung der Firma Ernemann. Dabei sollen technische Aspekte der von 1889 bis zur Fusion in der Zeiss-Ikon AG 1926 hergestellten Foto- und Kinoapparate, Fragen von deren Vermarktung und Nutzung sowie die mit diesen Geräten verbundene Bildproduktion exemplarisch untersucht werden. Die eingeladenen Referenten sind ausgewiesene Fachleute auf dem Gebiet von Kamera- und Filmtechnik, Fotografie-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte. Anlass der Tagung ist die Eröffnung der Präsentation von Apparaten und Dokumenten zur Geschichte der Firma in den ehemaligen Büroräumen der Ernemann-Werke am 13. Juni 2007. Tagungsablauf:

9.30 Uhr - Ausstellungsführung „Heinrich Ernemann. Fotoindustrie und Bilderwelten“

10.15 Uhr - Begrüßung: Dr. Helmut Lindner, Technische Sammlungen, Museen der Stadt Dresden

Einführung: Kirsten Vincenz, Technische Sammlungen Dresden, Museen der Stadt Dresden

Moderation: Kirsten Vincenz, Wolfgang Hesse

10.30 – 11.15 Uhr - Dr. Holger Starke, Stadtmuseum Dresden:

Bilderbuchkarriere(n)? Die Firma Heinrich Ernemann und die fotografische Industrie Dresdens im Kontext der regionalen Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichten (1889-1926)

11.15 – 12.00 Uhr - Peter Göllner, Düren: Von Edison zur Ermanox - eine Zeitreise

12.00 – 12.45 Uhr

Dr. Klaus Mauersberger, Kustodie der Technischen Universität Dresden: Die „Stiftungsprofessur“ für Fotografie als Ausgangspunkt einer fruchtbaren Wissenschaftskooperation zwischen Technischer Hochschule und Fotoindustrie in Dresden

14.15 – 15.00 Uhr - Dr. Ralf Forster, Filmmuseum Potsdam, Berlin:

„Ernemann-Cameras sind die besten“. Tendenzen der Ernemann-Reklame für Foto und Kino

15.00 – 15.45 Uhr - Dr. Martina Roepke, Institut für Medien und Kultur der Universität Utrecht, Niederlande:

"Der Kaiser, mein Dackel und ich". Filmvergnügen mit dem Kino für 17,5 mm

16.15 – 17.00 Uhr - Gerald Piffl, Imagno, Wien: „Der Schnellphotograph in der Loge“. Dr. Hans Böhm, ein Pionier mit der Ermanox

17.00 – 17.45 Uhr - Dr. Agnes Matthias, Dresden:

Schlachtfeld – Wahrnehmungsfeld. Zur Semantik von Oskar Messters Maschinengewehrkamera

 

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, doch wird aus organisatorischen Gründen um Anmeldung gebeten bei: Maren Dose, Technische Sammlungen Dresden, Tel. +49-351-488-7254, Fax +49-351-488-7203, Mail presse@tsd.de, Das Programm ist unter www.tsd.de veröffentlicht.

  

© Technische Sammlungen der Stadt Dresden

 

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Fotografieausstellung

Zeichnungen des Lichts

Clichés-verre von Corot, Daubigny

und anderen aus deutschen Sammlungen

 

Kupferstich-Kabinett im Residenzschloss Dresden

9. Juni bis 3. September 2007

 

Fotografie: Charles-Francois Daubigny: Vaches sous bois (Kühe im Wald Unterholz), 1862

© Staatliche Kunstsammlung Dresden, Kupferstich-Kabinett, Foto: Elke Estel / Hans-Peter Klut

      
Die Ausstellung „Zeichnungen des Lichts“ ist einer ganz besonderen künstlerischen Technik gewidmet, die als eine in Vergessenheit geratene Sonderform der Graphik neu zu entdecken ist: dem Cliché-verre. Erfunden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, verband sich im Cliché-verre ein klassisches Radierverfahren mit der damals neuartigen photographischen Vervielfältigung. Man bedeckte eine Glasplatte mit einer lichtundurchlässigen Schicht, in die mit verschiedenen Instrumenten hineingezeichnet wurde. Das solcherart hergestellte Negativ wurde anschließend im Sonnenlicht auf lichtempfindliches Papier kopiert. So entstand ein photographischer Abzug, ohne dass eine Kamera beteiligt gewesen wäre.

An sich als Mittel zur Kunstreproduktion gedacht, avancierte das Cliché-verre ab Mitte des 19. Jahrhunderts schnell zum eigenständigen künstlerischen Ausdrucksmittel – Frankreich spielte hier eine zentrale Rolle. Es war vor allem der Landschaftsmaler Jean-Baptiste Camille Corot, der maßgeblich zur künstlerischen Etablierung der Technik beitrug. Er kam in den 1850er Jahren auf Anregung eines Photographenkreises im nordfranzösischen Arras damit in Berührung und fertigte bis 1874 insgesamt 66 Clichés-verre. Über den Photographen Eugéne Cuvelier wurde das Verfahren auch den Künstlern der Künstlerkolonie von Barbizon im Wald von Fontainebleau bekannt gemacht. Einer von ihnen war der Maler Charles-François Daubigny, der zweite für die künstlerische Anwendung des Verfahrens wichtige Protagonist, von dem 17 in dieser Technik ausgeführte Arbeiten aus dem Jahr 1862 überliefert sind.

Das Kupferstich-Kabinett Dresden präsentiert mit seiner Ausstellung erstmals einen Überblick über den Bestand französischer Clichés-verre des 19. Jahrhunderts in deutschen Sammlungen. Es ist selbst im Besitz von 25 Blättern von Corot und Daubigny, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eingang in die Sammlung fanden – zu einem Zeitpunkt, als das Cliché-verre auch von anderen Museen als Sammlungsobjekt entdeckt und einem breiteren Publikumskreis bekannt wurde. Damals kamen durch den Verkauf einer großen Privatsammlung und die Herstellung neuer Editionen auf Basis der alten Glasplatten die nun teilweise in höherer Auflage existierenden Blätter vermehrt in den Kunsthandel.

Der Dresdner Bestand wird zum ersten Mal in Gänze ausgestellt, zusammen mit zahlreichen Leihgaben aus den wichtigsten deutschen graphischen Sammlungen in Berlin, Bremen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Im Zentrum stehen die Serien der Clichés-verre von Corot und Daubigny, dazu werden weitere Blätter von aus dem Kreis der in Barbizon tätigen Künstler wie Jean-François Millet, Théodore Rousseau, Charles Emile Jacque, Albert Heinrich Brendel und Julius Bakof gezeigt sowie das einzige von Eugène Delacroix gefertigte Cliché-verre. Die Präsentation verschiedener technischer Ausführungen des Verfahrens und diverser Belichtungsmethoden, mit denen jeweils andere Effekte erzielt werden konnten, führen die vielfältigen gestalterischen Facetten des Cliché-verre vor Augen.

Abseits des Kunstzentrums Paris entstanden, zeigen die Blätter überwiegend Landschaften und Aspekte ländlichen Lebens in der Auffassung einer Paysage intime. Über die Kombination mit Radierungen und französischer Landschaftsphotographie der Zeit, etwa von Eugène Cuvelier, Constant Famin oder Gustave Le Gray, sollen sowohl stilistische und motivgeschichtliche Bezüge verdeutlicht als auch die beiden Verfahren gezeigt werden, deren technische Symbiose das Cliché-verre bedeutet. Je ein Gemälde von Corot und Daubigny runden diesen Schwerpunkt ab.
Der spezifische Reiz des Cliché-verre liegt darin, dass es sich der einfachen Klassifizierung entzieht – so wirft es Fragen nach Original und Reproduktion, nach künstlerischem Anteil und technischem Charakter auf, die auch heute noch aktuell sind.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Deutschen Kunstverlag, der neben Aufsätzen einen wissenschaftlich kommentierten Bestandskatalog zu den Clichés-verre des Dresdner Kupferstich-Kabinetts sowie anderer deutscher Sammlungen umfassen wird.

© Staatliche Kunstsammlungen Dresden

 

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Fotografieausstellung

 

Herbert Döring-Spengler

 

Akt in Polaroid

 

Kabinettausstellung im

 

Kamera- und Fotomuseum Leipzig  in Sachsen

 

vom 2. Juni bis zum 30. September 2007

 

 

Herbert Döring-Spengler zählt zu den wenigen experimentellen Fotokünstlern, die sich dem Medium Polaroid verschrieben haben.

 

Seine Arbeitsweise wird gern mit der eines Alchimisten verglichen. In Kenntnis dessen physikalischer und chemischer Eigenschaften manipuliert Herbert Döring-Spengler das Polaroid-Material derart gründlich, bis er sein Bildfindungsziel erreicht hat. Dabei kommt es ihm darauf an, das Ausgangsbild so lange zu verändern, bis ein allgemeingültiges Bildwerk entstanden ist.

 

Zielgerichtet entfernt er aus seinen Aktaufnahmen die Individualität der Modelle, um zum prototypischen Aktbild zu gelangen. Kritiker bezeichnen seine Arbeiten aufgrund ihrer farblichen und expressiven Qualität oft als Fotogemälde und preisen deren „faszinierende, morbide Strahlkraft, der man sich schwerlich entziehen kann“ (Th. Rodiek).

 

Der 1944 in Köln geborene Künstler lebt heute in Lohmar, unweit seiner Heimatstadt. Seine Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

 

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 – 17 Uhr geöffnet.  Information im Internet www.fotomuseum.eu   

© Kamera- und Fotomuseum Leipzig

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Fotografieausstellung

 

Aktfotografien aus vier Jahrzehnten

 

 

 

Blick in die Sammlung des Kamera- und Fotomuseums

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamera- und Fotomuseum Leipzig in Sachsen

 

23. Juni bis zum 16. September 2007

Fotografie: Cindy Marles

        

Die neue Sonderausstellung zeigt zeitgenössische Aktfotografien  aus der Sammlung des Kamera- und Fotomuseum Leipzig. Die Vielfalt und Qualität der Werke ermöglicht einen Einblick in die bildnerischen Leistungen der Aktfotografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

Zu sehen sind erotische Meisterwerke von 21 stilbildenden und berühmten Fotografen aus 7 europäischen Ländern. In facettenreicher Vielfalt von Ideen und Umsetzungen konkurrieren klassische und avantgardistische Auffassungen miteinander und entfalten ein erotisches Kaleidoskop zwischen Unbefangenheit und Lasterhaftigkeit, zwischen Unschuld und Leidenschaft.

 

Unter den ausgestellten Künstlern befinden sich so prominente Vertreter der Gegenwartsfotografie wie Lucien Clergue und Jeanloup Sieff aus  Frankreich, David Hamilton aus Großbritannien, Jan Saudek aus Tschechien oder Claude Fauville und Michel Hanique aus Belgien.  Auch der der bekannte Leipziger Fotograf Günter Rössler ist vertreten.

 

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 – 17 Uhr geöffnet.  Information im Internet www.fotomuseum.eu    © Kamera- und Fotomuseum Leipzig

Fotografie: Norbert Guthier

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Fotoausstellung

FOTOGRAFIERTE LANDSCHAFTEN

 

 


Eine Auswahl aus den Sammlungen des Museums

der bildenden Künste Leipzig und der

Sparkasse Leipzig / Sachsen

15. Juli – 14. Oktober 2007

Fotografie: HANS-CHRISTIAN SCHINK, A 20 – Autobahnbrücke Jarmen,

C-Print, Ed. 1/5, Dauerleihgabe Privatsammlung Berlin

 

 

Das Thema Landschaft fasziniert seit vielen Jahrhunderten Künstler wie Betrachter und ist geprägt von Sehnsüchten wie Ängsten. Allerdings hat sich der Blick, die künstlerische Reflexion und Aneignung von Landschaft in unserer urbanen Welt, die durch Verödung der Städte, ökologische und wirtschaftliche Globalisierung, Migration und Klimadiskussion gekennzeichnet ist, sehr gewandelt. Eine heutige Sicht kann nicht mehr ungebrochen sein, da die Konstruktion und Transformation von Landschaft zu gegenwärtig ist, wobei unter Landschaft ganz allgemein der von Menschen gestaltete Raum, unsere gesamte Umgebung, zu verstehen ist.


Die Fotografien aus den Sammlungen des Museums der bildenden Künste und der Sparkasse Leipzig zeigen ganz unterschiedliche Zugänge und Sichtweisen auf unseren (Lebens-)Raum. Stadtlandschaften, Transiträume, Unorte unserer Zivilisation sind auszumachen. Evelyn Richter (*1930) thematisiert in ihren Fotografien Orte und Situationen in ihrer Verödung und Unwirklichkeit, Matthias Hoch (*1958) einsame, graue Straßen, die grüne Wiesen durchziehen oder Parkhäuser. Boris Michailov (*1938) blickt auf Müllplätze oder Hinterhöfe und Hans-Christian Schink (*1961) auf
Verkehrsprojekte, die die neuen Bundesländer nach 1990 in „blühende Landschaften“ verwandeln sollten.

Schinks Fotografien zeigen die teilweise brutalen und massiv eingreifenden Bauprojekte, die das Land wieder neu zerteilen. Bertram Kober (*1961) dokumentiert die stetigen landschaftlichen Veränderungen in den Marmorbrüchen von Carrara. Seine Fotografien greifen Landschaftsdarstellungen der Romantik auf, der Akt der landschaftlichen Zerstörung offenbart sich erst auf den zweiten Blick. Johannes Muggenthaler (*1955) folgt mit seiner Kamera einer alten, legendären Langstrecken-Autoroute in Italien, auf der die Mille Miglia (Tausend Meilen), ein Autorennen über öffentliche Straßen in den Jahren von 1927 bis 1957, stattfanden. Muggenthalers „Road Movie in Standbildern“ zeigt Landschaft, Orte neben der Straße. Mobilität verändert nicht nur unseren Lebensraum sondern auch unsere Wahrnehmung. Die immer zunehmende Fahrgeschwindigkeit lässt Landschaft zu einem abstrakten wie distanzierten Raum werden und eine Straße zu einem funktionalen Weg.

Die menschliche Aneignung von Natur und die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies verfolgt Erasmus Schröter (*1956) in seinen Fotografien. Die Gartenlaube symbolisiert den Wunsch nach Häuslichkeit, Privatheit, Idylle und freier Natur. Sebastian Stumpf (*1980) zeigt in seiner Serie „Im Grünen“ irritierende Landschaftsbilder. Wirklichkeit – beispielsweise ein Sonnenuntergang am Meer – bekommt durch die Perspektive, den Blick- und Standpunkt des Fotografen den Charakter einer Kulisse. Die analogen Aufnahmen verweisen auf das Konstruktionspotential der Kamera wie das Abbildungspotential einer „realen“ Landschaft.


Künstliche und illusionäre Landschaften sind in den Arbeiten von Alexander Timtschenko (*1965) und Sophy Rickett (*1970) zu entdecken; die scheinbar unberührte Natur ist digital geformt; Landschaft wird zum künstlerischen Konstrukt. Landschaft und Natur sind dann (ideales) Modell und Abbild einer Vorstellung, die auf einer lang tradierten Idee von Landschaft als schöner, idyllischer Szenerie beruht und Landschaft wie einen Traum festhält.

RAHMENPROGRAMM
Führungen durch die Ausstellung am Mittwoch, 22. August 2007 (Pavla Langer) und
Mittwoch, 12. September 2007 (Dr. Jeannette Stoschek) jeweils um 17 Uhr.

© Museum der bildenden Künste Leipzig und Kunsthalle Sparkasse Leipzig

 

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Fotoausstellung

Das Fotoforum Kassel

1972 bis 1982

Die zweite Avantgarde

 

 

 

 

Stiftung Moritzburg, Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

8. Juli bis 7. Oktober 2007

Fotografie: Markowski

Floris M. Neusüss, Professor für experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel gründete und leitete über zehn Jahre das Fotoforum. Kassel wurde dadurch zu einem Zentrum und internationalen Schnittpunkt einer zweiten Avantgarde in der Photographie.

Die Ausstellung der Stiftung Moritzburg greift zurück auf das Archiv des Fotoforums, das Floris M. Neusüss 2006 an die Sammlung Photographie der Stiftung Moritzburg übergeben hat. Es dokumentiert eine entscheidende Phase in der Entwicklung der Photographie als Kunst, die Neusüss gemeinsam mit Studenten, mit Gastkünstlern und -wissenschaftlern in Ausstellungen, Publikationen und Tagungen mit dem Ziel voran getrieben hat, das Verhältnis von Photographie und Kunst zu untersuchen und grundlegend zu verändern. Während sich die erste Avantgarde der Photographie im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als "Neues Sehen" mit einer strikten Orientierung auf Eigenheiten des technischen Bildmediums Photographie etablierte, also auf Detailgenauigkeit, Durchzeichnung, Kontrastreichtum, Kameraperspektive und eine Fülle von experimentellen Verfahren abzielte, erweitert die zweite Avantgarde seit 1968, besonders aber in den siebziger Jahren die Nutzung des Mediums radikal.

Konzeptuelle Serien, Selbst- und Bildinszenierungen, Bild-Text-Gefüge, Medienreflexion, -kritik und -erweiterung sind Ansätze dieser internationalen Bewegung im Zusammenhang und Wechselspiel mit concept art, body art, land art, performance und copy art. Es entsteht Photographie über Photographie, Photographie als Kunst, Kunst als Photographie. Der Wandel im Medium Photographie verläuft vom angewandten zum freien Arbeiten, vom Einzelbild zu Serien, Sequenzen, Tableaus und Installationen, von Konvention zur Konstruktion, vom Abbild zum Bild.

Anfang der achtziger Jahre ist die Medienreflexion für die zweite Avantgarde durchbuchstabiert, nun gibt es den Hunger nach Farbe und unterschiedliche Weisen des Inszenierens wetteifern miteinander.I n der heutigen Situation digitaler Beliebigkeit, in der das analoge Bild zu verschwinden scheint, lohnt der Blick (zurück) auf die Selbstvergewisserung und -befragung des Mediums seit den siebziger Jahren.

Zu sehen sind Werke u.a. von Floris M. Neusüss, Bernd und Hilla Becher, Bernhard Johannes Blume, Christian Boltanski, Johannes Brus, Józef Robakowski, Valie Export, Hans Peter Feldmann, Jean Le Gac, Jochen Gerz, Robert Heinecken, John Hilliard, Allan Kaprow, Jürgen Klauke, Roman Cieslewicz, Urs Lüthi, Ugo Mulas, Anne und Patrick Poirier, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Timm Rautert, Charles Wilp.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung erscheint im Mitteldeutschen Verlag. Es enthält einen 120seitigen Bildessay, ein Gespräch mit Herbert Molderings sowie Texte von Laura Gieser, T.O.Immisch, Anja Jackes, Lech Lechowicz, Maria Meinel und Floris M. Neusüss mit zahlreichen Abbildungen.

© Stiftung Moritzburg, Halle (Saale)

Die Webseite des Kasseler Fotoforum.

Fotografie: Arnulf Rainer, Body Poses

 
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Loom Magazine online

Die Bauhaus-Universität Weimar

schafft Forum für

studentische Fotoarbeiten

 

Quelle: Uni - Weimar, Fakultät Medien

Die Bauhaus-Universität Weimar startet eine dauerhafte Plattform für die Fotoarbeiten der Studierenden der Fakultäten Architektur und Medien. Loom, zu Deutsch „Lichtschimmer“, heißt das neue englischsprachige Magazin, welches abwechselnd von beiden Fakultäten herausgegeben wird. Alle drei Monate werden neue fotografische Essays thematisch geordnet eine Ausgabe füllen, die ausschließlich online unter www.loom-mag.com erhältlich ist. Die Bauhaus-Universität zollt damit der hohen Qualität und dem künstlerischen Anspruch der studentischen Projekte Tribut und präsentiert sich der interessierten Öffentlichkeit.

Die erste Ausgabe von Loom widmet sich der Beobachtung des Alltäglichen und ist in einem Fachmodul von Alexander Lembke, künstlerischer Mitarbeiter an der Fakultät Medien, entstanden. Unter dem Titel „Once in a while“ werden Fotoarbeiten vereint, die die Besonderheiten des Alltags aufzeigen und die Umstände unserer täglichen Wahrnehmung hinterfragen. So begibt sich der Beobachter auf die Suche nach den kleinen Abkürzungen abseits der geraden Pfade, entdeckt den Inhalt eines Kleiderschrankes oder pausiert an Autobahnraststätten. Loom will besonders eines: den Leser dazu anregen, über Ordnungen und Selbstverständlichkeiten nachzudenken, verkrustete Gewohnheiten visuell aufzubrechen und die Schönheit des Moments zu entdecken. Thematisch wird diese Ausgabe durch kurze, literarische Essays ergänzt.

„Mit Loom gehen wir einen weiteren Schritt in der Außenwirkung unserer Universität. Wir wissen, was unsere Studenten können, doch möchten wir auch, dass alle anderen daran teilhaben können,“ erklärt Alexander Lembke, Herausgeber der ersten Ausgabe von Loom. „Langfristig planen wir Loom als semiprofessionelles und daher auch experimentelles Fotomagazin zu etablieren, das den Anspruch hat, frische, neue Ideen aus unserer Universität in die Welt zu tragen.“

Das Magazin wird am 13. April 2007 online gehen. Zum Launch werden die Arbeiten der ersten Ausgabe in der Galerie Eigenheim Weimar ausgestellt. Dort sind sie vom 13. bis 27. April 2007 zu besichtigen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.galerie-eigenheim.de.

© Uni Weimar

 

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Neu: c't special

"Digitale Fotografie" ab 14. Mai

Gute Bilder trotz schlechter Lichtverhältnisse

 

 

 

Hannover, 9. Mai 2007 - Viele Fotografen wagen sich nur ungern an Aufnahmen unter schwierigen Bedingungen wie zum Beispiel Gegenlicht. Helle Bildteile werden oft zu hell, die dunklen zu dunkel. Im aktuellen Sonderheft zum Thema "Digitale Fotografie" zeigt die Computerzeitschrift c't den Lösungsansatz des HDR-Verfahrens, testet Kameras und Stative und liefert mit der Heft-DVD nützliche Software zum Thema sowie mehrere Stunden Video- Training für Photoshop.

 
Viele erst durch Licht und Schatten interessante Motive konnten bislang nicht zufriedenstellend wiedergegeben werden. Abhilfe schafft die noch junge HDR (High Dynamic Range)-Methode. Mittels einer Bildfolge mit verschiedenen Belichtungseinstellungen und anschließender Überlagerung der Fotos entsteht ein höherer Dynamikumfang. Dieser lässt das Bild meist hyperreal erscheinen, da sowohl vormals zu helle als auch zu dunkle Flächen nebeneinander dargestellt werden. Das c't-special stellt HDR-Software, geeignete Kameras und das Verfahren vor.

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme wandeln Fotos automatisch in JPEG-Bilder um, auf Kosten der Qualität. Einige Kameras bieten jedoch Zugriff auf die Roh-Dateien der Bilder, die alle Informationen enthalten. Solche Raw-Dateien lassen sich in ihrer unkomprimierten Form ohne Qualitätsverlust weiterverarbeiten. Das c't-Sonderheft schildert den Umgang mit Raw-Konvertern und hilft beim Erhalten aller Bilddetails.

Im Test lagen die aktuellen Kompakt-, Superzoom- und Spiegelreflexkameras auf dem Seziertisch. Neben ausführlicher Kaufberatung erhält der Leser auch einen Ausblick auf kommende Trends. Des Weiteren standen Stative, Stativköpfe und Komplettsysteme auf dem Prüfstand.

Die beiliegende DVD wartet mit 13 Vollversionen, diversen Foto-Tools und zwei E-Books auf. Über acht Stunden Video-Training erleichtern die Arbeit mit Adobes Photoshop Lightroom sowie Photoshop Elements 5.0 und geben Tipps zum Thema "Porträt & Retusche".

mehr Informationen zum Heft mit Inhaltsverzeichnis der CD

© Heise Verlag

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Dokumentationen und Kurse zur Fotografie im

deutschsprachigen Fernsehen


             

 


Montag, 4. Juni 2007 - 23.10-23.55 3SAT
"Die Nacht ist heller als der Tag" Das kurze Leben des Malers Andreas Walser
Er malte und zeichnete, schrieb und experimentierte mit Fotografie: Andreas Walser (1908-1930), in Chur in der Schweiz geboren, war ein künstlerisches Ausnahmetalent seiner Zeit. Trotzdem geriet er jahrzehntelang in Vergessenheit. Doch jetzt wird der Künstler neu entdeckt.
 
 Samstag, 9. Juni 2007 - 19.20-20.00 (auch 3.25-4.00, dann Datum Sonntag) 3SAT
Kulturzeit extra: Baustelle Kunst: Ein Blick hinter die Kulissen der 52. Biennale di Venezia
Die zeitgenössische Kunst ist unübersichtlich, das hat sie mit Venedig gemeinsam. In den Giardini und in Teilen des Arsenale treffen sich zwischen dem 10. Juni und 21. November 2007 die schillerndsten Figuren der Kunstwelt. Anlass ist die 52. Biennale di Venezia, Mutter aller Biennalen und die weltweit bekannteste Leistungsschau aktueller Kunst. "Kulturzeit extra: Baustelle Kunst" begleitet den Kurator Robert Storr hautnah. "Denke mit den Sinnen - fühle mit dem Geist" - Robert Storrs Motto ist Programm. Völlig unbekannte Newcomer wetteifern mit fast schon Vergessenen und den ohnehin Etablierten um den gelungensten Auftritt. Der Film dokumentiert Arbeitsprozesse, Atelierszenen und den Transport der Kunst aus New York, Paris oder Wien in die Lagunenstadt. Außerdem gibt der Film noch nie gewährte Einblicke hinter die Kulissen der größten Kunst-Baustelle der Welt rund um die zeitgenössische Kunst: la 52. Biennale di Venezia.

Sonntag, 10. Juni 2007 - 9.45-10.45 (auch 17.45-18.45 und 0.30-1.30, dann Datum Montag) Doku (ZDF digital)
Bernd und Hilla Becher: Man muss sich beeilen, alles verschwindet
Porträt des Künstlerehepaares
Das Künstlerehepaar Bernd Becher und Hilla Becher sind in ihrem Atelier in Düsseldorf und blicken auf die letzten vier Jahrzehnte ihres fotografischen Schaffens zurück.

 
Sonntag, 10. Juni 2007 - 13.00-13.30 (auch 21.00-21.30 und 3.45-4.15, dann Datum Montag) Doku (ZDF digital)
Virtuelle Visionen: Fabrizio Plessi - eine digitale Odyssee
Fabrizio Plessi gehört zu den Pionieren der Videokunst und gilt als der Begründer der Videoskulptur. Mit seinem Werk "Bronx" zogen erstmals Video- und TV-Monitore in die Biennale Venedigs ein.

 
Montag, 11. Juni 2007 - 6.30-7.00 BR
Licht und Farbe
Das menschliche Auge besteht im Prinzip aus einem optischen Projektionssystem mit Objektivlinse, Blende und Bildschirm, das scheinbar einfach aufgebaut ist. Der Bildschirm - die Netzhaut, eine Meisterleistung der Sensorik und Informationsverarbeitung. Millionen von helligkeits- und farbempfindlichen Zellen wandeln die Helligkeitsverteilung auf der Netzhaut in elektrische Signale um. Das Farbensehen beruht auf der unterschiedlichen Reizung von drei verschieden farbempfindlichen Zelltypen auf der Netzhaut. Licht einer bestimmten Wellenlänge reizt die Zellen jeweils in verschiedenem Maß, sodass ein bestimmter Farbeindruck entsteht. Der gleiche Farbeindruck lässt sich aber auch mit zwei oder mehr gleichzeitig einfallenden Lichtwellen unterschiedlicher Frequenz erreichen. Mit nur drei geeigneten farbigen Lichtquellen kann man je nach Intensitätsverteilung alle Farbeindrücke von Rot bis Violett erzeugen - die Grundlage des Mehrfarbendrucks, des Farbfilms und des Farbfernsehens.

Dienstag, 12. Juni 2007 - 8.30-9.00 alpha
Licht und Farbe

Dienstag, 12. Juni 2007 - 14.15-14.45 Doku (ZDF digital)
Lichtinstallationen von Mischa Kuball
 
Freitag, 15. Juni 2007 - 22.20-22.45 (VPS: 22.15) arte
Tabus, Sex und die Kunst: Körper als Erfahrung, Dokumentation, Folge 3
Die dreiteilige Dokumentation zu Grenzüberschreitungen in der Kunst porträtiert im letzten Teil unter dem Titel "Körper als Erfahrung" den Fotografen Terry Richardson, die Aktionskünstlerin Valie Export, die Performancekünstlerin Marina Abramovic und die multimedial arbeitende Künstlerin Elke Krystufek.

Donnerstag, 21. Juni 2007 - 1.50-2.15 (VPS: 1.45, Datum Freitag) arte
Tabus, Sex und die Kunst: Körper als Material, Dokumentation, Folge 1

Donnerstag, 21. Juni 2007 - 2.15-2.45 (Datum Freitag) arte
Tabus, Sex und die Kunst: Körper als Abbildung, Dokumentation, Folge 2

Samstag, 30. Juni 2007 - 9.45-9.50 WDR
west.art Meisterwerke: "Bilderfries" von Bernd und Hilla Becher, Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg-Nord
Am 22. Juni 2007 ist der Düsseldorfer Fotograf Bernd Becher im Alter von 75 Jahren in Rostock gestorben. Über Jahrzehnte hat er gemeinsam mit seiner Frau Hilla Becher das industrielle Erbe in Europa und den USA dokumentiert. Ihr Stil prägte als "Becher-Schule" Generationen von Dokumentarfotografen. Im Landschaftspark Duisburg-Nord ist ihr einziges Werk unter freiem Himmel zu sehen: ein Bilderfries aus 122 Fotografien, der die Außenwand der ehemaligen Kraftzentrale eines 1985 stillgelegten Hüttenwerks umschließt. Die Bilder zeigen Wassertürme, Fabrikhallen, Fördertürme und Hochöfen, von ihrer Umgebung isoliert und streng klassifiziert wie biologische Arten. In den 60er Jahren haben Bernd und Hilla Becher ihre Chronik des großen Zechensterbens in England, Frankreich, Deutschland und den USA begonnen. Die Fotos sind Dokumente aus einer Welt, die auf das Verschwinden der Dinge angelegt ist. Sie zeigen keine rauchenden Schlote, keine malochenden Arbeiter, nur abgewirtschaftete Industrieruinen, festgehalten vor dem Schlag der Abrissbirne, eine Bilanz nutzlos gewordener Bauten. Mit der Betrachtung des Bilderfrieses von Bernd und Hilla Becher schlägt der WDR ein weiteres Kapitel seiner filmischen Enzyklopädie der NRW-Kulturhighlights auf. Nach der erfolgreichen ersten Staffel widmen sich die west.art Meisterwerke in 30 weiteren vierminütigen Porträts den architektonischen und kulturgeschichtlichen Meilensteinen der Region. Immer donnerstags um 23:10 Uhr.


Sonntag, 8. Juli 2007 - 10.00-10.45 HR
Die Kunst der Täuschung: Eine Zeitreise in die Kunstgeschichte
"Die Urlust am Täuschen, am Betrügen, am Fälschen, gegen den Augenschein etwas zu machen", das sei "natürlich erstmal eine diebische Freude, wenn es einem gelingt", sagt der Maler Jan Peter Tripp, "aber jede Trompe l'oeil-Malerei, jede Malerei überhaupt, wird erst geschärft durch den Gedanken, der dahintersteht, durch das Anliegen." Der Natur nicht nur zu ähneln, sondern die Natur selbst zu scheinen, sich von der Wandoberfläche loszulösen, den Augen nicht nur zu gefallen, sondern sie zu täuschen - all das gehörte zu den Herausforderungen an die Malerei in Renaissance und Barock. Auch heute noch ist die Reproduzierbarkeit von Realität ein Thema der modernen Kunst. Die Fotorealisten beispielsweise haben sich dem "täuschend Echten" verschrieben - doch statt der primären Realität liegt ihren Werken die sekundäre Realität der Fotografie zugrunde. "Das Interessante ist ja", sagt der Kunsthallendirektor Matthias Winzen, "dass viele Künstler den Vorgang der Täuschung als Enttäuschung in ihre Kunst wieder einbauen, sie klären über ihr Tun in ihren Werken auch wieder auf" - wie der Fotokünstler John Hilliard, der nach dem Motto arbeitet: "Nicht die Darstellung der Realität ist das Wesentliche, sondern die Realität der Darstellung". Die heutigen Nachfolger der Augentäuscher früherer Jahrhunderte sind jene Künstler, die mit digitalen Techniken täuschende Bilder herstellen. "Virtuelle Realität kann 'Magie' erzeugen", behauptet auch die Medienkünstlerin Agnes Hegedüs und fühlt sich dabei der Weltanschauung des Barock und des Manierismus, in der Kunst und Wissenschaft parallel verliefen, wieder sehr nahe. Der Film "Die Kunst der Täuschung" von Barbara Dickenberger unternimmt einen Ausflug in die Kunstgeschichte - und eine Zeitreise zwischen Wirklichkeit und Illusion, zwischen schönem Schein und Wahrnehmungsanalyse, zwischen Wunderkammer und virtuellem Museum.


Montag, 9. Juli 2007 - 9.30-9.45 alpha
Mathematik zum Anfassen, Reihe, Folge 12: Der Goldene Schnitt

Dienstag, 24. Juli 2007 - 15.00-16.00 SWR und WDR
Planet Wissen, Magazin: Leidenschaft Fotografie - Von Kunstwerken und Schnappschüssen
Von der "Camera Obscura" bis zur heutigen Digitalfotografie war es ein langer Weg. Fast 170 Jahre Foto-Geschichte, Technikentwicklung und Leidenschaft für das Fotografieren liegen dazwischen. Galt die Fotografie einst als eine der größten technischen Erfindungen überhaupt, ist sie heute ganz selbstverständlich. Überall und jederzeit wird geknipst - sogar mit dem Handy. Zuhause am Computer können mittlerweile auch Laien die Bilder bearbeiten. Eines ist jedoch gleich geblieben: Die Lust am Fotografieren. Planet Wissen stellt interessante Entwicklungen, berühmte Beispiele und neueste Techniken vor. Vor- und Nachteile von analoger und digitaler Fotografie kommen ebenso zur Sprache wie wissenswerte Tipps für Hobbyfotografen

Dienstag, 24. Juli 2007 - 16.15-17.15 alpha
Planet Wissen, Magazin: Leidenschaft Fotografie - Von Kunstwerken und Schnappschüssen

Dienstag, 24. Juli 2007 - 15.30-15.45 3SAT
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Avignon, Frankreich: Exil der Päpste


Mittwoch, 25. Juli 2007 - 7.20-8.20 WDR
Planet Wissen, Magazin: Leidenschaft Fotografie - Von Kunstwerken und Schnappschüssen

 

Samstag, 28. Juli 2007 - 6.05-6.20 (auch 0.40-1.00, dann Datum Sonntag) EinsExtra (ARD digital)
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Zeche Zollverein - Deutschland - Von Kohle zu Kunst
Industrierelikt: der Weg führt von der Kohle zur Kunst. Im Kesselhaus der Zeche, wo einst der Dampfdruck für die Bewetterungsanlagen des Untertageabbaus

Sonntag, 29. Juli 2007 - 8.00-9.00 Einsplus (ARD digital)
Planet Wissen: Magazin: Leidenschaft Fotografie - Von Kunstwerken und Schnappschüssen


Samstag, 11. August 2007 - 0.45-1.30 (Datum Sonntag) Doku (ZDF digital)
Flucht nach Shanghai - Als Fotograf im Ghetto
Für 20.000 Juden aus Deutschland und Österreich gab es Ende der dreißiger Jahre nur ein Fluchtziel: Shanghai.

Sonntag, 12. August 2007 - 6.45-7.30 (auch 16.00-16.45) Doku (ZDF digital)
Flucht nach Shanghai: Als Fotograf im Ghetto

 
Dienstag, 14. August 2007 - 10.15-11.00 (auch 23.30-0.15) Doku (ZDF digital)
Flucht nach Shanghai: Als Fotograf im Ghetto

 
Mittwoch, 15. August 2007 - 11.30-12.15 Doku (ZDF digital)
Flucht nach Shanghai: Als Fotograf im Ghetto

Freitag, 17. August 2007 - 19.45-20.30 Doku (ZDF digital)
Flucht nach Shanghai - Als Fotograf im Ghetto


Samstag, 18. August 2007 - 22.40-23.25 3SAT
Eleganz des Blicks - Der Fotograf Willy Maywald
Willy Maywald (1907-1985) zählt zu den großen Fotografen des 20. Jahrhunderts. In Frankreich ist er vor allem Modeexperten als Starfotograf von Christian Dior ein Begriff, in Deutschland eher Kennern der Kunstszene. Er schuf Meisterwerke der Modefotografie und großartige Künstlerporträts von Pablo Picasso bis Yves Klein, von Valeska Gert bis Nico. Stets stand bei ihm der Mensch im Mittelpunkt des Bilds. Er näherte sich ihm diskret, ohne technischen Aufwand. Er hüllte die Porträtierten in ein geheimnisvolles Licht, kreierte mit Posen und grafischen Kontrasten einen Schwebezustand zwischen Realität und Traum. Maywalds Bildkompositionen sind klar und harmonisch, gleichzeitig aber voller Dynamik und poetischer Anspielungen. Annette von Wangenheim stellt in ihrer Dokumentation Willy Maywalds gesamtes Schaffen dar. Meisterwerke und unbekannte Bilder aller Lebensepochen lassen das Werk dieses Künstlers lebendig werden, dessen Broterwerb die Modefotografie war und der in der Kunst sein Zuhause fand. Neben dem Maler und Grafiker Pierre Soulages und der Kunstsammlerin Dina Vierny kommen Willy Maywalds engste Vertraute, Freunde und Kollegen zu Wort.

Samstag, 15. September 2007 - 12.00-12.30 arte
Künstler hautnah: Martin Parr - Fotograf

Dienstag, 18. September 2007 - 14.30-14.55 arte
Künstler hautnah: Martin Parr - Fotograf

 
Mittwoch, 19. September 2007 - 4.30-5.00 (Datum Donnerstag) arte
Künstler hautnah: Martin Parr - Fotograf

 
Donnerstag, 20. September 2007 - 22.45-0.00 (VPS: 22.44) RBB
Ostfotografinnen
In einer poetischen Zeitreise stellt der Film die Ost-Berliner Fotografinnen Sibylle Bergemann, Helga Paris und Gundula Schulze Eldowy vor. Er zeigt wichtige Fotoserien aus drei Jahrzehnten DDR. Parallel berichten die Fotografinnen von ihrem Entstehungsprozess. Es gab einen vergleichsweise großen Anteil an weiblichen Fotografen in der DDR. Bei den drei hier vorgestellten Fotografinnen handelt es sich um prominente Vertreterinnen ihres Faches, deren Bilder oft einen anderen, weiblichen und zarten Blick offenbaren. Von Sibylle Bergemann werden "Clärchens Ballhaus", "Das Denkmal" und einige Modefotos gezeigt. Helga Paris wird anhand ihrer Schriftstellerporträts, Fotos aus den Serien "Kneipen", "Berliner Jugendliche", "Häuser und Gesichter und Halle 1983-85" vorgestellt. Von Gundula Schulze Eldowy sind "Berlin in einer Hundenacht", "Aktporträts" und "Straßenbild" zu sehen. Außerdem schildert die Fotografin den Verlauf ihrer zu DDR-Zeiten umstrittenen Ausstellung "Gesichter". Alle Fotoserien greifen heikle gesellschaftliche Themen auf. Erstaunlicherweise wurden die meisten problemlos veröffentlicht. Die drei Fotografinnen berichten einstimmig, sie hätten sich in Ost-Berlin kaum isoliert gefühlt.

 




 

Virtuelle Videorecorder im Internet: http://www.shift.tv / http://www.onlinetvrecorder.com/

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